Angehörige

Das Spielverhalten eines Nahestehenden kann für Angehörige sehr belastend sein. Es ist mitunter sehr schwer, die Balance zwischen Anteilnahme und Abgrenzung zu finden.
Folgende Anhaltspunkte können Angehörigen und Fachpersonen helfen, ein problematisches Spielverhalten zu erkennen.

Die betroffene Person
  • spielt um grössere Summen, als sie sich zu verlieren leisten kann.
  • hat Geldsorgen.
  • spielt länger und häufiger, als sie es sich leisten kann.
  • verharmlost das Problem.
  • reagiert bei Spieleinschränkungen oder Ansprechen des Spielverhaltens uneinsichtig bis aggressiv.
  • belügt die Familie und andere Personen im Umfeld.
Anregungen für Angehörige
  • Überlegen Sie sich, wie Sie sich und Ihre Familie vor finanziellen Problemen schützen können. Beispielsweise Lohnauszahlung auf zugriffsicheres Konto (Kontakt mit Arbeitgeber).
  • Vermeiden Sie, der spielenden Person in irgendwelcher Form Geld zu leihen.
  • Vermeiden Sie, für die spielende Person zu lügen, zu vertuschen und zu bagatellisieren.
  • Setzen Sie Grenzen und formulieren Sie Konsequenzen, die Sie auch umsetzen können.
  • Übernehmen Sie nicht die Verantwortung für das Spielverhalten. Es ist nicht Ihre Schuld, wenn er (oder sie) spielt!
  • Versuchen Sie, selber im Gleichgewicht zu bleiben: Pflegen Sie Ihre Sozialkontakte und Hobbies.
  • Suchen Sie sich Hilfe für sich selbst. Es ist sehr entlastend, offen und angstfrei mit (professionellen) Aussenstehenden zu sprechen.
  • Videoreihe für Angehörige von Menschen mit Geldspielsuchterkrankung
  • Faktenblatt Angehörige mit Selbsttest (PDF)
  • Tipps für Betroffene und Angehörige (PDF)