Pornografiesucht

Die Sucht nach Sex bedeutet in den meisten Fällen Onlinepornografie. Pornografiesucht ist stark tabuisiert und schambehaftet, obwohl die Onlinepornografie längst ein Massenphänomen ist, wie die Nutzerzahlen zeigen. Heute ist Pornografie ständig und unentgeltlich verfügbar. Die Plattformen machen immer neue Videovorschläge, die zum eigenen Suchprofil passen. Dies erschwert die Selbstkontrolle und erhöht die Suchtgefahr. Mit der Euphorie und dem Rausch durch den Konsum können innere Empfindungen betäubt werden. Das können Depressionen, Angststörungen oder Stress sein. Eine pornosüchtige Person konsumiert so häufig Onlinepornografie, dass ihr Verhalten Auswirkungen auf sein Alltagsleben, auf den Job oder auf die Beziehungen hat. Pornografiesucht kann psychisch krank machen.

Der tägliche Konsum von Pornografie reicht nicht aus, um jemanden als pornosüchtig zu bezeichnen. Der Verdacht auf Pornosucht besteht erst, wenn neben dem häufigen Konsum eine oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt sind (Quelle: feelok.ch):

  • Aufgrund des intensiven Pornokonsums bleibt zu wenig Zeit für Freunde und Familie.
  • Die Arbeitsleistung verschlechtert sich, weil zu viel Zeit (auch in der Nacht) mit Pornos verbracht wird.
  • Diese Person spürt den ständigen Drang zu überprüfen, ob auf Porno-Websites neue Inhalte verfügbar sind.
  • Nachdem sie Pornos angeschaut hat, fühlt sich die Person schlecht oder schuldig. Trotzdem wird sie bald erneut nach Sexfilmen suchen.
  • Jedes negative Erlebnis und Frustrationen werden mit dem Pornokonsum „vergessen“.
  • Die Person gibt für Pornos mehr Geld aus als sie hat und macht Schulden.
  • Die dargestellten Porno-Szenen müssen extremer werden, um die gleiche Lust zu spüren.Weiter Informationen auf Sexuelle Gesundheit Schweiz

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